Blue Level.
Das Ding ist im Prinzip unbrauchbar. Wenn auf der Scheibe des Lasers ein Wassertröpfchen landet, wird dieses durch den warmen Sensor ziemlich schnell getrocknet und zurück bleibt ein Kalkrand. Ich habe schon einen 300mm Becher unter den Laser gesetzt, damit schwappendes Wasser oder Spritzer beim Füllvorgang nicht an den Sensor gelangen. Jetzt zeigt die Anzeige wenigstens 3 Wochen richtig an. Dann verschmutzt die Sensorscheiben alleine durch das Kondensat, zeigt einen immer höeren Füllstand an und muß wieder gereinigt werden, was mit Zitronensäure ganz gut geht, aber leidig ist, weil ich viel zerlegen muß. Wenn der Vertreiber die Wärme an der Abdeckscheibe in den Griff bekommen würde, wär das Ding ok. So wie es jetzt funktioniert, ist es nur rausgeschmissen es Geld. Ich habe damit schon viel rumgedocktert und würde ihn nicht empfehlen. Aber das ist nur meine Meinung. Der Vertreiber weiß ganz bestimmt um die Probleme dieses Sensors. Gruß Frank

Hallo Frank,
vielen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Schade, dass du mit dem BlueLevel bislang solche Schwierigkeiten hattest.
Ein paar technische Hintergründe möchte ich dazu erläutern:
Die leichte Erwärmung des Sensors dient gerade dazu, Kondensation zu verhindern, indem die Oberfläche über dem Taupunkt gehalten wird. Kondenswasser selbst ist praktisch mineralfrei und hinterlässt beim Verdunsten keine Kalkränder. Diese entstehen vielmehr durch Spritzwasser oder schwappendes, mineralhaltiges Wasser.
Dein Schutzrohr ist daher als Spritzschutz nachvollziehbar, kann allerdings selbst zu Messproblemen führen. Der Sensor benötigt einen freien Blickwinkel von etwa 20°, besser 25°. Ein enges Rohr schränkt diesen ein, und Wassertropfen an den Innenwänden können das Infrarotlicht reflektieren und Fehlmessungen verursachen. Ein Spritzschutz sollte daher ausreichend weit und möglichst aus schwarzem, infrarotabsorbierendem Material bestehen – ähnlich einer Sonnenblende bei Kameraobjektiven.
Eine weitere vielversprechende Möglichkeit ist eine wasserabweisende Beschichtung auf SiO₂-Basis. Sie lässt Tropfen leichter ablaufen, bevor Kalkrückstände entstehen. Wichtig ist, die Beschichtung nach dem Trocknen mit einem weichen Wattestäbchen vorsichtig klar zu polieren, damit die optische Messung nicht beeinträchtigt wird.
Grundsätzlich bleibt die optische Abstandsmessung auf eine möglichst freie und saubere Sichtfläche angewiesen. Das ist eine physikalische Eigenschaft dieses Messprinzips, die sich auch durch die Elektronik nicht vollständig umgehen lässt.
☀️Kai